Was ist das JMC?

Das Jugendmediencamp (JMC) ist ein seit 25 Jahren stattfindendes Jugendprojekt mit den Schwerpunkten Medien, Gesellschaft und Kultur. Es findet jedes Jahr auf einer abgelegenen Wiesenfläche  des Zeltplatzes “Naturfreund” in Kratzeburg (bei Neustrelitz, Mecklenburg-Vorpommern) statt. Von Freitagabend bis zum Dienstagmittag bekommen etwa 200 Jugendliche aus dem Nordosten Deutschlands die Möglichkeit, in den angebotenen Workshops gestalterisch tätig zu werden und medialen Inhalt sowie den Umgang mit diversen Medien zu erarbeiten. Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer Erfahrungen im Bereich der Medienkompetenz erwerben. Über die Dauer der Veranstaltung sollen Jugendliche und junge Erwachsene die Funktionsweise der unterschiedlichen Medien kennenlernen können sowie die Wirkung des Mediums, mit welchem sie arbeiten, verstehen.

Die Workshops sind der inhaltliche und zeitliche Hauptbestandteil des JMC. Die praktische Umsetzung macht dabei einen Großteil aus, wobei die theoretischen Grundlagen nicht zu kurz kommen. Unsere Workshopleiter haben, auf Grund ihres beruflichen oder ausbilderischen Profils, langjährige Erfahrung in ihren Fachgebieten, welches uns ermöglicht, qualitativ hochwertige Workshops anzubieten.

Ergänzt wird die Workshoparbeit durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. In "Worldcafé"-Diskussionsrunden tauschen sich die Teilnehmer am Sonntagmorgen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen aus. Die entstehenden Gedanken werden dabei auf einer „Tischdecke“ festgehalten und nachfolgende Diskutanten können auf schon Besprochenes zurückgreifen. Das Ziel der Methode ist also die direkte Verknüpfung der politischen, kulturellen und medialen Bildung. Dazu werden auch fachbezogene Referenten eingeladen. Zusätzlich werden Mini-Workshops zum Reinschnuppern in ergänzende Themengebiete sowie Gemeinschaftsaktivitäten angeboten, die nachmittags und abends das Jugendmediencamp bunt und lebendig werden lassen. Zum abendlichen Kulturprogramm gehören unter anderem Quizspiele, Singen am Lagerfeuer und eine Kinonacht. Abgerundet wird das JMC am Montagabend mit einer Abschlusspräsentation, bei der die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse allen Teilnehmenden vorgestellt werden.

Kreatives Brainstorming

Workshop "Foto Digital" beim JMC 2014

Wer steht dahinter und was tun sie?

Das JMC wird von ehrenamtlich engagierten Jugendlichen für Jugendliche organisiert, die meist selbst einmal Teilnehmer des Camps waren. In regelmäßigem Abstand finden Vorbereitungstreffen statt, auf denen das Organisationsteam gemeinsam wichtige Entscheidungen trifft. Doch auch zwischen den Vortreffen arbeiten sie in ihrer Freizeit an der Planung, um jedes Jahr aufs Neue Teilnehmern ein spannendes Camp zu bieten.

​Dieses Jugendprojekt wird vom Jugendpresseverband Brandenburg e.V. (jpvb) getragen. Der Verein engagiert sich im Bereich der Jugendmedienarbeit und arbeitet eng mit dem Landesjugendring Brandenburg e.V., sowe dem Landtag Brandenburg zusammen. Das JMC ist weiterhin in Kooperationen und Netzwerke eingebunden, wie zum Beispiel mit der Jungen Presse Berlin e.V. (JPB) und dem Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern (JMMV). Dies ermöglicht uns, unabhängig von politischer Parteieinflussnahme Jugendlichen und jungen Menschen, die Spaß an Medien jeglicher Art mitbringen, interaktiv Medienkompetenz zu vermitteln und einen breiten Austausch der Jugendlichen zu gewährleisten​​.

In den vergangenen Jahren wurde das Jugendmediencamp von der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Jugenddemokratiefonds Berlin, der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, der Kreuzberger Kinderstiftung sowie der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Das Jugendmediencamp wird außerdem von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien empfohlen.

Unsere Workshopleiter und unser Organisationsteam​ haben langjährige Erfahrung mit Jugendarbeit. Sowohl ausgebildete Jugendleiter vor Ort, als auch kompetente und erfahrene Workshopleiter betreuen die Jugendlichen während des Veranstaltungszeitraums.

Wie wird das Thema Jugendschutz auf dem JMC gehandhabt?

Das Jugendmediencamp versteht sich selbst als Veranstaltung im Rahmen des §11 “Jugendarbeit” des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG). In diesem Paragraphen wird geregelt, dass Angebote stets an die Interessen der Jugendlichen anschließen sollen und maßgeblich von ihnen mitbestimmt und gestaltet werden, sowie für die gesellschaftliche Mitverantwortung und Selbstbestimmung sensibilisieren sollen.

Um diese Ziele erreichen zu können, ist es unerlässlich die geltenden Vorschriften des Jugendschutzes ernst zu nehmen und umzusetzen.

Aus diesem Grund hat das Organisationsteam des Jugendmediencamps sich intensiv mit den Gesetzestexten und darüber hinaus mit der Prävention vor Situationen, die die Anwendung der gültigen Gesetzesgrundlagen notwendig machen, beschäftigt. Daraus ergaben sich die folgenden Maßnahmen, die auf dem Jugendmediencamp umgesetzt werden:

Die Organisierenden und Teamleitenden

  • erhalten eine intensive Jugendschutzbelehrung nach JuSchG
  • müssen nach §72a, SGB VIII ein einwandfreies erweitertes Führungszeugnis vorweisen können
  • werden in alle Prinzipien, die für die Teilnehmenden gelten, ebenfalls eingewiesen und dazu angehalten diese ebenfalls umzusetzen
  • sind in Erster Hilfe geschult
  • melden das Jugendmediencamp als Veranstaltung beim Jugendamt an
  • stellen Rettungsschwimmer, welche bei Bedarf das Baden im See betreuen

 

Die Teilnehmenden

  • haben zwei aus dem Organisationsteam gewählte Ansprechpartner_Innen für Sorgen, Nöte, Wünsche und Kritik zur Seite, diese sind insbesondere für alle den Jugendschutz betreffenden Themen sensibilisiert
  • können sich jederzeit auch anonym über einen abgeschlossenen Kummerkasten mit Sorgen und Anmerkungen an das Organisationsteam wenden
  • erhalten zu Beginn des JMCs ein Teili-Schild, auf dem ihr Alter gekennzeichnet ist, um auf die Aufenthaltsbestimmungen (§5 JuSchG) achten zu können
  • können sich mit medizinischen Problemen und Notfällen an unseren langjährigen Sanitäter vor Ort wenden

Teamwork Hoch 10

Teamübung beim Vorbereitungstreffen in Michendorf

Was kostet es, was muss mitgebracht werden?

Der Unkostenbeitrag beträgt 40 Euro (5€ Rabatt für Mitglieder von jpvb, JPB und JMMV). Darin enthalten sind u.a. Verpflegung, Zeltplatzmiete und das Material. Dieser Beitrag reicht nur für einen Teil der Gesamtkosten, weshalb wir allen finanziellen Unterstützern sehr dankbar sind. Mitbringen sollte man lediglich ein eigenes Zelt, einen Schlafsack mit Isomatte und wetterfeste Kleidung, sowie Geschirr und weiteres Campingzubehör. Da die Nächte abseits vom Lagerfeuer ein wenig kalt werden könnten, empfehlen wir außerdem eine Wärmflasche und eine Thermoskanne mitzubringen.

Bei der Verpflegung haben wir die Möglichkeit, Allergien und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu berücksichtigen. Dies wird bei der Anmeldung der Jugendlichen an unseren Caterer übermittelt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus organisatorischen Gründen wirklich nur auf Unverträglichkeiten und Allergien Rücksicht nehmen können. Bei der Anmeldung besteht die Wahl zwischen fleischhaltigem und fleischlosem (vegetarischen) Essen.

Die Anreise erfolgt am besten per Bahn. Genauere Informationen dazu gibt es in der Anmeldebestätigung, die jeder Teilnehmer rechtzeitig vor dem Beginn des JMC erhält. Die Teilnehmer werden angehalten in 5er-Gruppen anzureisen, da dadurch ein Gruppenticket der Bahn genutzt werden kann.

 Das Brandenburg-Berlin Ticket, als auch das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket gelten bis einschließlich Kratzeburg. Von da ist es nur nur noch ein kurzer Fußmarsch bis zur Wiese.

Wie kann man uns erreichen?

Bei Rückfragen und für zusätzliche Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 Vor dem Camp sind wir unter  info@jugendmediencamp.de per Mail erreichbar, sowie unter 0331-2797320, Ansprechpartner ist dabei Anton Schubert vom Jugendpresseverband Brandenburg. Während des Camps sind wir unter einer Handynummer rund um die Uhr erreichbar. Einer der Verantwortlichen trägt das Telefon stets bei sich. Die Nummer wird den Teilnehmenden nach ihrer Anmeldung mitgeteilt.

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